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© Musik & Theater Zofingen
2013/2014

 Di 1. April 2014 / 20 Uhr / Stadtsaal

Abo 8 + freier Verkauf 

SCHAUSPIEL


Peter Bause – immer wieder zu Gast in Zofingen



Der kaukasische Kreidekreis

Bertolt Brecht.


Regie: Dirk Schröter / Peter Bause
Mitarbeit: Ruth Berlau, Musik von Paul Dessau
Kostüme/Masken: Ulrike Schlafmann
Mit Peter Bause als Sänger Arkadi und Dorfrichter Azdak, Hellena Büttner, Thomas Martin, Klaus Martin, Michael Mienert u. a.
11 Schauspieler spielen die ca. 70 Rollen
1 Akkordeonspieler
Eurostudio Landgraf


Ein Kind, zwei Mütter und ein weiser Richter – dieser uralte Stoff findet sich nicht nur in der Bibel (das salomonische Urteil), sondern in verschiedenen Kulturkreisen, so auch in der alten chinesischen Dichtung «Der Kreidekreis», die Bertolt Brecht (1898–1956) aufnimmt und variiert: Der Sänger Arkadi erzählt, dass der Gouverneur hingerichtet wurde und seine Frau geflohen sei, wobei sie ihren Reichtum, nicht aber ihren Säugling Michel mitgenommen habe. Die Magd Grusche nimmt sich seiner an, obschon auf den Sohn des Gouverneurs ein hohes Kopfgeld angesetzt ist. Grusche flieht mit dem Kind in die kaukasischen Berge. Nach Kriegsende kehrt die Gouverneurswitwe zurück und fordert die Herausgabe ihres Sohnes. Zwischen der Gouverneurin und Grusche entsteht heftiger Streit. Der Dorfschreiber und Armeleuterichter Azdak greift zu einem Trick: Michel wird in einen Kreidekreis gestellt. Beide Frauen sollen einen Arm greifen und das Kind zu sich ziehen. Grusche lässt Michel zweimal los, sie will ihm nicht weh tun. Der Richter erkennt, dass der Magd Michels Wohlergehen wichtiger ist als sein Besitz und spricht ihr das Kind zu. Brecht greift damit den alten Stoff auf, wobei bei ihm nicht die leibliche Mutter den Sohn erhält.

Brecht beschäftigte sich mit dem Stoff des Kreidekreises seit Mitte der 1920er Jahre. Nach verschiedenen Prosabearbeitungen im skandinavischen Exil schrieb er die Dramenfassung seines an die chinesische Sage angelehnten Lehrstücks über Recht, Gerechtigkeit und wahren Besitz in Amerika. Die Uraufführung fand 1948 im Carleton College in Northfield/Minnesota statt. Der kaukasische Kreidekreis gehört neben «Die Dreigroschenoper », «Leben des Galilei» und «Mutter Courage und ihre Kinder» zu seinen bekanntesten Werken.

Mit Ausnahme der Zentralfiguren hat schon Brecht in seiner Inszenierung die vielen Rollen durch Masken charakterisiert. Dieses Stilmittel wird in dieser Aufführung beibehalten, denn es unterstreicht den Fabelcharakter der Geschichte.


CHF 46.–/40.– (Schüler/Studenten/Lehrlinge/Kulturlegi die Hälfte)
Vorverkauf online www.kulturticket.ch oder Stadtbüro 062 745 71 72
Weitere Aufführung: 3. April 2014 im Stadttheater Olten